Hengstberger Preis Preisträger 2021
Exploring the massive-star origin of our elements: A unified understanding of stellar yields
Die chemischen Elemente, die unser tägliches Leben bestimmen, wurden einst in Generationen von Sternen produziert.
Ohne die Existenz von Sternen bestünde unser Periodensystem heute tatsächlich nur aus Wasserstoff und Helium. Für die Erzeugung aller weiteren Elemente, die sogenannte Nukleosynthese, spielen besonderes massereiche Sterne mit acht oder mehr Sonnenmassen eine Schlüsselrolle. Bisher fehlt uns allerdings ein präzises, quantitatives Verständnis vieler Prozesse, die an Aufbau und Verbreitung der chemischen Elemente beteiligt sind. Fortschritte in diesem Bereich zu erzielen, ist von fundamentaler wissenschaftlicher Bedeutung, da die Herkunft der verschiedenen Elemente unser Bild der Astrophysik auf allen Skalen prägt, angefangen vom Ursprung des Wassers in unserem Sonnensystem bis hin zur Bildung und Entwicklung ganzer Galaxien in unserem Universum.

Das Hengstberger-Symposium "Exploring the massive-star origin of our elements" beschäftigt sich mit dem zentralen Einfluss der massereichen Sterne auf den Ursprung unserer Elemente. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich unser Bild von der Entwicklung massereicher Sterne deutlich geschärft, ist aber auch wesentlich komplexer geworden: Beispielsweise wissen wir heute, dass nicht alle massereichen Sterne am Ende ihres Lebens als Supernova explodieren, sondern ein signifikanter Teil von Ihnen direkt zu einem Schwarzen Loch kollabiert. In solchen Fällen ändert sich damit auch der Beitrag dieser Sterne zur Elemententstehung fundamental. Um dies und viele weitere kürzliche Erkenntnisse zu diskutieren, bringt das Hengstberger-Symposium Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Feldern der Astrophysik, u.a. Sternwinde, Supernova-Explosionen und Galaxienentwicklung, zusammen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Einbindung einer großen Zahl von Nachwuchswissenschaftler_innen gelegt, um eine bessere Verbreitung neuer Einsichten jenseits traditioneller Forschungsfelder zu ermöglichen und einen Grundstein für neue Kollaborationen hin zu einem übergreifenden Verständnis des Ursprungs unserer Elemente zu gewinnen.
Dr. rer. nat. Andreas Sander
Astronomisches Rechen-Institut (ARI), Zentrum für Astronomie (ZAH) der Universität Heidelberg
Mönchhofstr. 12-14
69120 Heidelberg
andreas.sander@uni-heidelberg.de
Veranstaltungstermin: 04.09. - 08.09.2023