Veranstaltungen Symposium „Künstliche Intelligenz und nicht-menschliche Entitäten: auf der Suche nach Synergien aus unterschiedlichen philosophischen Debatten“
20. - 22. Februar 2025
„Künstliche Intelligenz stellt uns vor neue Herausforderungen“ - so (oder ähnlich) lautet eine häufig geäußerte Diagnose in der gesellschaftlichen und ethisch-philosophischen Debatte rund um Künstliche Intelligenz (KI). Insbesondere Machine Learning (ML) und Large Language Modelle (LLM), aber auch antizipierte Formen einer generalisierten KI, werfen (vermeintlich neue) kompleye ethisch-philosophische Fragen auf, unter anderem hinsichtlich der Fähigkeit von KI zu eigenständigem Handeln (agency) und Urteilen, zur Selbstregulation oder gar Autonomie, des moralischen Status von KI, der Grenzen und Voraussetzungen von Verantwortungszuschreibung beim Einstatz von KI, oder auch des Vertrauens in KI - um nur einige zentrale Themenkomplexe zu nennen.
Diese Fragestellungen sind in ihrer Ausrichtung und den argumentativen Grundlagen aber weder gänzlich neu, noch beschränken sie sich auf den Bereich der Technikphilosophie. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Symposium der philosophischen Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz aus verschiedenen Blickwinkeln und Teilbereichen der Philosophie. Im Fokus steht dabei, wie bestehende philosophische Konzepte und Analysen für die aktuelle KI-Debatte fruchtbar gemacht werden können.
Übergeordnete Themen des Symposiums sind u.a.
- Korporative, kollektive und künstliche Akteure als Adressaten von Verantwortung (und Vergeltung)
- Verstehen, Bewusstsein und kognitive Eigenschaften von Künstlicher Intelligenz
- Die Übertragbarkeit biologischer Eigenschaften auf künstliche Intelligenz (Bio-Robotik, Teleonomie, Akteurschaft und Leidensfähigkeit)
- Materie als Grundlage von Intelligenz und menschlicher Schöpfung